Wer oder Was darf sich eigentlich Moderator nennen?!

Einmal ins Mikrofon gekrächzt und schon ist man Moderator?

Quelle: sokaeiko  / pixelio.de
Quelle: sokaeiko / pixelio.de

Im Optimalfall sind sie bekannt und werden erkannt. Ganz genau. Die Rede ist von der Stimme des Radiomoderators. Sie ist das Bindeglied zwischen Hörer und Radiosender. Sie vermittelt dem Hörer die Informationen und im besten Fall sogar noch ein gutes Gefühl. Eine Stimme die es schafft, die Hörer zu begeistern, ist genau die richtige Stimme für einen Radiomoderator, nur wer ist jetzt befugt darüber, sich Radiomoderator zu nennen? Wer darf seine Tätigkeit als Moderation bezeichnen und was sind auf keinen Fall Moderatoren sondern nennen sich nur so? Ich habe schon viele Erfahrungen mit den Stimmen und Aktivitäten anderer "Radiomoderatoren" gemacht und muss nun sagen, dass ich manche Dinge, die ich gesehen und gehört habe lieber direkt ignoriert hätte.

 

Vorher möchte ich klarstellen, dass ich mit diesem Artikel keine Hassreden gegen andere Radiosender oder Moderatoren fahren möchte. Deshalb werde ich in negativen Zusammenhängen auch keine konkreten Beispiele verwenden. Zudem weiß ich selbst nicht einmal ob ich mich selbt einen Radiomoderator nennen darf, und ehrlich gesagt möchte ich darüber auch selber garnicht urteilen.

 

Vielmehr aber möchte ich darstellen, dass sich einige Personen und Radiosender in meinen Augen falsch verhalten und entsprechendes Programm produzieren, was man dem Hörer nicht zumuten sollte. Dabei spreche ich beispielsweise von DJ-Streams, dich ich schon garnicht als Radiosender nennen möchte, weil sie kein Radio sind. Nicht jeder Stream, der Musik sendet ist ein Radio. Zumindest nicht, wenn es nach mir geht. Streams, auf denen immer Abends zwischen 20 und 24 Uhr DJ Thunder, oder ähnliche Witzfiguren, zu hören sind, die nach jedem Song, der natürlich nicht ganz zuende gespielt gelassen wird, ein paar Worte mit ihrer dreckigen Raucherhustenstimme in ihr 5€ Headset von Aldi würgen, sollte ein Ende gesetzt werden.

 

Die gesamte "Kultur" oder besser gesagt der "Kult" um diese DJ-Radios ist eine fragwürdige. Die Sprecher dort "arbeiten" mit so niedrigen Ansprüchen, dass soetwas nicht im Internet verbreitet werden sollte.

 

Ich erwähnte ja bereits die -meistens nicht Radiotaugliche- Stimme, die sich gesprochen in Worten in einem billig Mikrofon wiederfindet. Bei diesen DJ's, so kann man noch argumentieren, kommt es ja eh eher auf die Musik a. Aber selbst diese läuft in schlechter Qualität -heruntergeladen von YouTube o.ä.- über das 20€ Mischpult von Conrad, was kein gutes Audioprocessing hergibt, dierekt in das Internet. Bah.

 

Und dann wird immer noch schön mit der "praktischen Voice-Over Funktion" über den Anfang und das Ende des Songs gequatscht und schon ist der Genuss für den Hörer im A****. Man kann ja noch differenzieren zwischen guten und professionellen Voice Over und zwischen dem billigen Voice Over, was bei den DJs zum Einsatz kommt. Der gute Voice Over ist linear gefadet über einen Regler am Mischpult und wird nach dem kompletten Sprachteil des Moderators beendet, indem die Musik komplett ausgesteuert wird. 

 

Beim schlechten Voice Over erkennt das Mischpult von selbst, wann ein Signal vom Mischpult kommt, regelt dann von jetzt auf gleich alles bis auf das Mikrofon um 50% leiser und lässt den Moderator über die Musik sprechen. Dabei wirkt der Sprecher aber oft so, als ob er schreit, weil die Musik, besonders in Techno und Elektro DJ Streams, immer noch trotz regulierung zu laut ist. Ein angleichen durch einen Regler ist hier aber nicht möglich.

Ein weiterer negativer Effekt ist, dass sobald der Sprecher eine Sprechpause macht, die Musik wieder unerträglich laut wird. Und das mitten im Satz. Es liegt schließlich kein Signal vom Mikrofon mehr auf. Fängt jetzt der Sprecher wieder an zu reden, beginnt das prozedere von vorn und wir haben einen plötzlichen abbruch der lauten Musik. 

Ein plötzlicher Abbruch findet auch statt, wenn der DJ mit seinem Billig Mikrofon etwas rumklackert oder irgendwo gegen stößt. Dann liegt vom Mikrofon aus gesehen wieder Spannung auf und der Voice over ragiert.

 

Und sowas finde ich grausam. Ein schön ausgesteuertes und geregeltes Programm mit inhaltlichem Anspruch, so finde ich, dürfte sich daher auch nur ein Radio nennen. Und die dabei arbeitenden Sprecher auch nur Moderatoren. Nur leider wird der begriff des Moderators, wie wir gelernt haben, im Internet auch oft missbraucht. Schade eigentlich.

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0